NSA und GCHQ spionieren Anti-Viren-Hersteller aus

Wieder so eine nette Geschichte, die man beim organisierten Verbrechen vermuten würde, dann aber doch nur von unseren „Sicherheitsdiensten“ begangen wurde. NSA und GCHQ spionieren Anti-Viren-Hersteller aus:

Fast zwei Wochen nachdem bekannt wurde, dass Anti-Viren-Hersteller Kaspersky Ziel eines Hackerangriffs geworden war, scheint jetzt wahrscheinlich, dass die NSA und ihr britisches Gegenstück GCHQ dahinter steckten. Auch war der Angriff wohl kein Einzelfall, wie die Snowden-Dokumente nahelegen. Konkurrenten von Kaspersky wie Avast, AVG, Eset, F-Secure und der deutsche Hersteller Avira sollen ebenfalls ausspioniert worden sein. Dabei ging es den Geheimdiensten wohl gezielt darum, zu erfahren, wie der Virenschutz der einzelnen Hersteller beim Angriff auf Zielrechner umgangen werden kann.

Letztendlich bedeutet dieses kriminelle Vorgehen der „Sicherheitsdienste“ eine Schwächung der Schutz-Software zu Zweck der Infiltrierung mit Schadsoftware. Aus anderen Snowden-Dokumenten geht hervor, dass auf einem Zielcomputer einmal eingerichtete Backdoors nicht wieder geschlossen werden. D. h., auch wenn die „Sicherheitsdienste“ nichts finden, sich der Verdacht nicht bestätigt – was wohl meistens der Fall sein dürfte, werden die geschaffenen Sicherheitslücken nicht geschlossen und können dann von anderen Kriminellen für ihre Zwecke missbraucht werden.

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5 Gedanken zu “NSA und GCHQ spionieren Anti-Viren-Hersteller aus

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