Hackerangriff auf Bundestag gelang durch interne Unterstützung

Der Hackerangriff auf den Deutschen Bundestag gelang durch die klassische Unterstützung eines Abgeordneten, der so dämlich war, auf den Link in einer Mail zu klicken. Wäre ein aktueller Virenschutz aktiv gewesen, wäre es wohl nie dazu gekommen.

Beim Cyberangriff auf den Deutschen Bundestag haben sich die Hacker laut Medienberichten mit einer E-Mail-Adresse der Vereinten Nationen getarnt. Die E-Mail mit dem Aufgeber un.org habe einen Link zu einem angeblichen „UN News Bulletin“ enthalten, der in Wirklichkeit zu einer mit Schadsoftware präparierten Seite geführt habe.

Damit aber nicht genug, jetzt kommt es noch besser:

Nach Informationen von NDR/WDR und „Süddeutscher Zeitung“ informierte die Bundestagsverwaltung am Freitag mehrere Bundestagsabgeordnete darüber, dass sich die Schad-E-Mail weiterhin in ihrem Postfach befinde. Die Mail sei aber unschädlich, da der Zugriff auf den Link der E-Mail für die Abgeordneten nicht mehr möglich sei.

Na, da werden aber bestimmt noch einige wie wild drauf rumklicken und sich fragen, warum das jetzt nicht klappt!!!

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3 Gedanken zu “Hackerangriff auf Bundestag gelang durch interne Unterstützung

  1. Ein aktiver, klassischer Virenschutz, kann oft nur wenig ausrichten. Es gibt Bemühungen, aber die geschwindigkeitsverwöhnte Welt möchte die Daten sofort und nicht erst, wenn die Security Module fertig sind. Das belegen die vielen Anrufe in den IT Hotilnes, in denen der Virenscanner verteufelt wird. Es gibt weitaus bessere Möglichkeiten. FireEye, auch wenn Sie sich auch mal Fehler erlauben, und McAfee, bieten sehr gute Boxen an, die Trojaner unternehmensweit in kurzer Zeit erkennen. Da kann man auf noch so viele Links klicken, 99,8% unbekannter Bedrohungen werden gefunden.

    • Klar, der klassische Virenschutz taugt nicht mehr viel… darum ging es mir eigentlich auch nicht, sondern vielmehr darum, dass einige unserer Abgeordneten wahrscheinlich überhaupt keinen oder einen abgelaufenen Virenschutz haben.
      Das ist leider häufig der Fall – die Leute kaufen sich einen neuen Computer und wenn das erste im Preis enthaltene Abo abläuft, bleibt es meistens auch dabei.

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