Wirtschaftsexperten wollen mal wieder den Mindestlohn senken

Wie gut, dass wir gerade eine Flüchtlingskrise haben, denn sonst hätte das gekaufte Münchner Ifo-Institut ja gar keine ausreichende Begründung für ihre „Empfehlung“, den Mindestlohn für die Wirtschaft abzusenken. Die Begründung:

Die meisten der Flüchtlinge sind nicht gut genug für den deutschen Arbeitsmarkt qualifiziert. Zu dieser Einschätzung kommt das Münchner Ifo-Institut. Damit die Flüchtlingskrise den Steuerzahler nicht dauerhaft überlastet, müssten die Zuwanderer so schnell wie möglich bezahlte Jobs annehmen, erläuterten die Wirtschaftsexperten in einer Mitteilung vom Sonntag. „Es steht zu befürchten, dass viele von ihnen bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro keine Beschäftigung finden, weil ihre Produktivität schlicht zu gering ist.“ Das Institut plädiert deshalb dafür, den Mindestlohn abzusenken.

Natürlich empfehlen die „Experten“ auch gleich, die Hartz-IV-Regelsätze nicht anzuheben. Weil es dann ja wieder einen unheimlichen Anreiz für Flüchtlinge gebe, nach Deutschland zu wandern. Ja, nee, ist klar! Die eigene Bevölkerung und Erwerbstätigen sind diesen „Experten“ ja völlig egal, Hauptsache, die Löhne können irgendwie gegen Null gedrückt werden!

Und wer sagt denn überhaupt, dass die Flüchtlinge hier in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen? Achja, billigere Kräfte, vielleicht so um die 3 Euro/Stunde werden von Ausbeutern ja immer gesucht und gebraucht! Und mit Hartz-IV, worauf die Flüchtlinge ja gar keinen Anspruch haben, besteht ja die extrem große Gefahr, dass Flüchtlinge hier Millionen Euronen anhäufen und Deutschland gleich ganz kaufen. Über diese furchtbare Entwicklung werden sich vor allem die Nazis freuen! Wir haben ja noch viel zu wenig Fremdenhass im Land!

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6 Gedanken zu “Wirtschaftsexperten wollen mal wieder den Mindestlohn senken

    • Boah hammerhart rassistisch formuliert: keine Produktion die 8 Euro pro Stunde Wert ist.
      20 Klos im 2 Minuten und dafür noch beschimpft werden – da reichen ja auch zwei euro. Ich „Krieg“ die Krise.

  1. O.k., da wüsst ich gern mal, wie sie zu der Auffassung kommen, Flüchtlinge wären mehrheitlich unterqualifiziert. Technisch gesehen können die meisten Analphabeten die Flucht gar nicht leisten, Flüchtlinge kommen häufig wohl eher aus dem Mittelstand. Da spielt wohl eher die rigide Anerkennungsvorgehensweise in D mit rein, wo zum Teil gleichwertige und manchmal höherwertige Abschlüsse einfach nicht anerkannt werden. Deutschkurse, klar, braucht man. Aber ansonsten sollte man vielleicht mal Abschlüsse aus dem Ausland sorgfältiger prüfen und statt gänzlicher Aberkennung eine Beschränkung auf das Erlangen für den deutschen Arbeitsmarkt fehlender Qualifikationen in Betracht ziehen. Wär auch billiger…

    So ist das Ganze einfach nur Öl ins Feuer in einem Land, wo Fremdenhass leider so verbreitet ist (und um da nicht eingebildet zu klingen – wenn das bei uns auch so einfach wär mit Mindestlohnsenkungsforderungen hätten wir Ösis das sicher auch schon um die Ohren gekriegt). Vor allem wird verschwiegen, dass unsere überalternden Gesellschaften auf die Dauer junge Arbeitskräfte, auch aus dem Ausland, brauchen werden, und die Investition in Bildung von Zuwanderern dadurch auf lange Sicht mehr Geld bringen könnte, als sie jetzt kostet.

    • Genau darum gehts wieder einmal, um den Fremdenhass am köcheln zu halten. Die Flüchtlinge haben ja schließlich viel Geld in ihre Flucht investiert und das haben sie sicherlich nicht von einer Bank als Kredit gekriegt.
      Die „Welt“ – wer auch sonst – hat in einem ihrer Artikel einen ähnlichen Bullshit geschrieben. Da hat ein Journalist gleich knallhart vorgerechnet, dass man ja nur die jüngeren Männer gebrauchen könnte, Frauen und Kinder könnte man wieder abschieben.
      Bildung: Ärmere Länder investieren weit mehr, als Deutschland. Das sagt eigentlich alles!

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