FBI soll eine Million Dollar für Angriff auf TOR-Netzwerk gezahlt haben

Das FBI soll eine Million US-Dollar für einen mehrmonatigen Deanonymisierungs-Angriff auf das TOR-Netzwerk gezahlt haben:

Das FBI hat einer Pittsburgher Uni möglicherweise eine Million US-Dollar gezahlt, um einen groß angelegten Deanonymisierungs-Angriff auf das Tor-Netzwerk zu fahren. (…) In einem Durchsuchungsbeschluss gegen ein Mitglied des ehemals über Tor zugänglichen Drogenmarktes Silk Road 2.0 gibt das FBI an, dass eine Informationsquelle im Zeitraum von Januar bis Juli 2014 zuverlässige IP-Adressen von Tor-Nutzern und Hidden Services wie Silk Road 2.0 geliefert hat.

Da gibt es ja einige, die jetzt wieder mit der Datenschutzkeule um sich hauen… im Fall von Drogenhandel hört bei mir der Spaß aber auf! Wenn das TOR-Netzwerk Drogenhandel duldet, dann muss man sich doch wirklich nicht wundern, wenn das FBI mal eben das Anonymisierungsnetzwerk infiltriert. Datenschutz darf Kriminalität nicht begünstigen und da sind wir wieder genau bei dem Thema, das wir hier schon öfter hatten: Bei zunehmender Cyberkriminalität bleibt den Behörden ja kein anderer Weg, als den Datenschutz zu umgehen. Wer das Netz für seine kriminellen Zwecke missbraucht, bettelt ja förmlich um Überwachung und spielt letztlich den Überwachungsfanatikern in die Hände.

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