Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten?

Für alle, die nichts zu verbergen haben:

Wegen eines vagen Verdachts hat die Polizei Osnabrück Telefondaten von 14000 Personen ausgewertet und neun Wohnungen durchsucht.

Und der vage Verdacht, der zu dieser Datenauswertungswut und Durchsuchung von neun Wohnungen geführt hat, war die Anwendung von Pfefferspray gegen zwei Opfer, wobei einer ein „bekannter Rechtsextremist“ war. Obwohl es keine Anzeige gab und die beiden auch nicht kooperativ waren, sah sich die Polizei zur Auswertung von Verbindungsdaten von 14.000 Personen gezwungen.

Rechtsextremisten genießen in unserem Rechtsstaat offenbar einen ganz besonderen Schutz!!!

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5 Gedanken zu “Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten?

    • Nachdem ich keinen FB-Account habe, kann ich das nicht so beurteilen. Es gibt aber unzählige Tools im Netz, die das angeblich können wollen, meistens aber nur die eigenen Zugangsdaten abgreifen oder sich gar als Trojaner entpuppen.

      Facebook Account hacken – geht das? (Chip)
      Facebook-Account gehackt – was tun? (Chip)

      Generell gilt aber, wenn eine Sicherheitslücke bekannt ist, ist das kein großes Problem. 2013 zB wurde eine Lücke in confirm_phone.php bekannt, die dann auch ausgiebig genutzt wurde. Diese Lücke wurde aber relativ schnell geschlossen.

      • Okay, danke :-). Ich möchte das selbstverständlich nicht machen, aber es ist offenbar meiner Freundin passiert. Ich schicke ihr diesen Text mal. Am Besten Du löschst das gleich alles, damit nicht jemand noch auf dumme Ideen kommt. Ich finde sowas kriminell – ehrlich gesagt :-(.
        DANKE nochmals für die Infos.

        Liebe Grüße
        Sylvia

        • In meinem Kommentar ist nichts enthalten, womit man FB schaden könnte. Auch in den verlinken Artikeln wird ausdrücklich vor der Nutzung solcher Tools gewarnt aber keine genannt. Wer sowas einsetzt um anderen zu schaden, hat sie nicht mehr alle!

  1. Bürger- und Menschenrechte gelten auch für Rechtsextremisten. Allerdings hatte ich schon immer den Eindruck, dass Polizei und Justiz auf dem rechten Auge blind sind… Wer sich politisch, religionsgemeinschaftlich oder sonst wie weltanschaulich engagiert, stand schon immer unter Beobachtung des Staates (selbst die streng genommen unpolitische Junge Union wird beobachtet). Im Dritten Reich kam der Staat auch ohne digitale Medien an die Mitgliederlisten von Religionsgemeinschaften, Parteien und Gewerkschaften. Durch die digitalen Medien wird dieser Zugriff lediglich vereinfacht bzw. beschleunigt. Daran werden auch die strengsten Datenschutzgesetze nichts ändern, denn gerade der Staat hält sich am allerwenigsten ans seine eigenen Gesetze. Wer die digitalen Medien nutzt, läuft immer Gefahr, in den Fokus irgendwelcher Ermittlungen zu geraten, z.B. wenn er zum Zeitpunkt eines Verkehrsunfalls laut Navi-Nutzungsdaten am Unfallort vorbeifährt. Wem all dies nicht gefällt, darf schlicht und einfach diese Medien nicht nutzen. Jede Medaille hat eben zwei Seiten.

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