Silvester-Übergriffe in Köln

Silvester-Übergriffe in Köln: Was es darüber im Netz gerade an Totalausfällen zu lesen gibt, widerspricht nicht nur der Darstellung in den Medien, sie sind frei erfunden und dienen nur dem Zweck, den Hass auf Menschen zu schüren.

Leute, die so einen Mist lesen, sollten sich mal fragen, ob sie zu den Menschenhassern gehören wollen oder nicht. Was wollt ihr eigentlich als nächstes tun? Euch wieder einmal gegenseitig erschlagen?

Silvester-Übergriffe in Köln: Wir sind schockiert! Aber worüber eigentlich?

Die meisten Übergriffe dieser Art gibt es immer noch auf dem Oktoberfest.

Advertisements

10 Gedanken zu “Silvester-Übergriffe in Köln

  1. Auf so einen Zug steigen deutsche „zudringliche“ Typen doch gerne auf. Sie als CIS-Männer sind voll unschuldig und würden nie eine Frau angrabschen :D. Das machen nur die bösen Ausländer. Am krassesten sexuell belästigt wurde ich in meinem Leben übrigens von einem deutschen Soldaten am Abend vor seinem Afghanistaneinsatz. #notallmen aber eben doch viele Weiße und eben auch Deutsche und zwar auch in der Oberschicht!

    • Die meisten Übergriffe auf Frauen gibt es leider immer noch in den eigenen vier Wänden vom Freund oder Ehemann. Es wird immer wieder mal darüber berichtet, über die hohe Dunkelziffer und die Zunahme häuslicher Gewalt in den letzten Jahren. Das passiert in allen Schichten.
      Entwickeln wir uns zurück?

      Ich finde, hier sollten ganz klare Signale gesetzt werden, indem jeder, der alkoholisiert ein Tat begeht, wesentlich härter bestraft wird. In unserem Rechtssystem hat man alkoholisiert ja schon beinahe einen Freibrief!!! Das kann so nicht sein.

    • Die Übergriffe sind schlimm, keine Frage, aber sie werden missbraucht zur Stimmungsmache. Ich habe nach Sebastians Post hier noch lange überlegt. Ich hatte nämlich mal vor langer Zeit, vor der Flüchtlingskrise, von Feministinnen gelesen die sich beschwerten, dass die Artikel zu ein paar Vergewaltigungen in Schweden die schwedischen Täter erwähnt waren. Dabei hatten die Vergewaltiger nicht mal eine schwedische Staatsbürgerschaft geschweige denn schwedische Vorfahren. Die besagten Feministinnen beklagten, dass die Schwedinnen so davor gehindert würden zu erfahren, dass sie sich vor dieser Art Ausländer besonders in acht müßten. Mir leuchtete das damals total ein. Jetzt nicht mehr. Denn das führt im umkehrschluss dazu, dass frau sich bei einem blondem Schweden besonders sicher fühlt. Wtf why? Frauen müssen sich einfach darüber im klaren sein, dass sie potentiell misstrauisch sein müssen. Dazu muss eine Gesellschaft sensibilisieren. Man kann Gewalt den Männern vorher nicht unbedingt ansehen. Ein gesundes Misstrauen oder nennen wir es besser Vorsicht ist angebracht. Aber die wird gesellschaftlich ja verboten, denn als Frau muss man nett sein.
      Und wie Sebastian schreibt, zu Hause ist es am gefährlichsten … dann müsste man auch folgerichtig auch das monieren.

      • Sorry, aber ich muss mich da dazwischen klemmen 🙂 : Ja, Frauen müssen leider misstrauisch sein. Für ein gesundes Misstrauen den Männern gegenüber gibt es leider in unserer modernen und angeblich aufgeklärten Gesellschaft mehr Gründe, als ich hier jetzt aufzählen kann. Häusliche Gewalt und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und in der Öffentlichkeit sind nur ein paar davon… was ist zB mit psychischen Druck durch die öffentlich Meinung, die wiederum von irgendwelchen Spinnern aus Modebranche und Werbeindustrie in den Köpfen der Männer und vor allem auch in den Köpfen der Frauen suggeriert werden? Aber darauf wollte ich jetzt gar nicht raus…

        Ich möchte hier generell das Problem ansprechen, das wir inzwischen haben: Die Vereinsamung durch Misstrauen. Wenn ich den Kindern zugucke, die keine Berührungsängste und kein Misstrauen den anderen Kindern gegenüber kennen, sich sofort miteinander unterhalten – nennen wir es einfach mal so – können, dann sehe ich, dass wir einfach viel falsch gemacht haben. Wo kommt eigentlich unser Misstrauen her? Einerseits durch eigene negative Erfahrungen und andererseits durch das, was wir sehen und um uns herum wahrnehmen. Negative Nachrichten zB beeinflussen uns und schränken uns schon mal ein, weil wir damit in die Lage versetzt werden, anderen Menschen (die wir nicht kennen) negatives zu unterstellen. Dafür haben wir zwar keinen Beweis, tun es aber trotzdem. Besonders leicht gelingt uns das, wenn der/die Andere sich irgendwie anders verhält oder nicht unserer von der Werbeindustrie vorgegebenen Norm entspricht.

        Gehen wir ein Stück zurück… wir sind jetzt wieder Teenager. Erkennt ihr den Unterschied? Wir hatten die oben geschilderten Probleme nicht. Wir waren neugierig, wissbegierig und hatten auch kein Problem damit, wenn wir auf andere Teenager gestoßen sind. Viele haben sich gar nächtelang unterhalten oder sind einfach nur rumgelaufen. Man hat sich gegenseitig unterstützt oder gestützt – mental. Wir haben früher sofort erkannt, wenn jemand miss drauf war… usw.

        Was ist inzwischen passiert oder anders geworden? Eigentlich nichts! Eigentlich könnte alles noch so sein, wenn sich nicht jeder seinen Erfahrungen entsprechend angepasst hätte oder gezwungener Massen anpassen musste. Und da bin ich jetzt wieder bei den Nachrichten, dem Erlebten und dem öffentlichen Zwang, so zu sein, wie das andere eben gerne haben. Bloß nicht aus der Norm fallen. Warum denn nicht? Früher hat uns das doch auch nicht interessiert…

        Ich finde den Zustand, den wir in unserer modernen und aufgeklärten Gesellschaft haben, furchtbar. Auch deshalb, weil wir so viel versäumen und den regierenden alles aber auch wirklich alles überlassen. Wir haben inzwischen sogar eine richtige Industrie, die das Denken für uns übernimmt. Wohin soll das eigentlich führen? Sorry, ist jetzt ein bisschen lang geworden 🙂

        • Es ist halt so kompliziert ;). Ich war schon als Studentin misstrauisch und bin trotzdem bis sechs ihre früh auf den Partys geblieben. Ein gesundes Misstrauen schränkt nicht ein. Wir haben ja auch Angst vor Feuer — und das ist gut so — und Kochen trotzdem. Wir zünden sogar Kerzen an. Misstrauen und Angst, oder positiv formuliert Respekt, müssen ja nicht schlecht sein.
          Ich bin misstrauisch bezgl Männern und habe trotzdem einen Mann =D.

          Wobei es im Gegensatz zu dem Vergleich mit Feuer theoretisch nicht nötig sein sollte vor Männern Angst zu haben.

          Anne witzorek hat übrigens cool geredet zu den Übergriffen in Köln und Hamburg. Sie kann besser twittern als ich 😉

          • Misstrauen schützt und ist natürlich und nicht schlecht. Was wir aber heute an Misstrauen an den Tag legen, hat mit dem *natürlichen* Misstrauen nicht mehr viel gemein. Wir beurteilen heute Menschen unter anderen Gesichtspunkten; meistens beurteilen wir sie nicht nur, wir verurteilen sie auch ohne sie zu kennen.
            Du warst bis sechs Uhr auf einer Party? Oh warte, das werde ich Mama und Papa erzählen 😉 Du kriegst sowas von Ärger 🙂

          • Also meine Mama hat mir einen starken Kaffee gemacht wenn ich von einer Party kam. Das Misstrauen von pegida gegenüber Ausländern ist vollkommen unnatürlich. Auch haben viele Frauen misstrauen nur gegenüber ausländischen Männern und wundern sich dann nach dem zweiten Kind warum sie ihre Doktorarbeit nicht schreiben können sondern seine Hemden bügeln — aber sie können damit nicht zur Polizei schließlich zwingt er ihnen keinen Schleier auf ;). Ne du ich glaube in allgemeinen haben Frauen zu wenig Mißtrauen vor Männern und gehen nicht empirisch vor: hat mein date sich anständig und wertschätzend benommen?

          • Vor einer Beziehung macht man sich kaum Gedanken darum, was einem danach so alles blüht… gilt für Frauen und Männer gleichermaßen, wobei die Frauen die größere Last zu tragen haben.

            Was das Kennenlernen anbelangt: Da hast du sicherlich Recht. Allgemein betrachtet – nicht Beziehungskiste, Bekannte, Familie, Verwandte u. Arbeitskollegen usw. – sind wir inzwischen eher „Kommunikationskrüppel“. Unsere gesamte Aufmerksamkeit gilt dem Smartphone, wenn wir irgendwo unterwegs sind. Shopping und so ausgenommen. Ich sehe das jeden Tag, wenn ich Büro aus dem Fenster gucke.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s