Panne im Atomkraftwerk Fessenheim vertuscht

Frankreichs Atomkraftwerke sind so extrem sicher, dass sie jetzt schon eine gravierende Panne im Atomkraftwerk Fessenheim vertuschen mussten. Am 19.04.2014 wurde ein Zwischenfall gemeldet, der neben dem ersten Reaktor auch den zweiten Reaktor automatisch runterfahren ließ. Hier die Meldung:

Zweiter Atomreaktor in Fessenheim heruntergefahren → Faz

Man beachte, dass die Sicherheit im Atomkraftwerk Fessenheim trotz der vielen Störfälle von der Atomaufsicht als „weitgehend positiv“ bewertet wurde.

Heute erfahren wir, dass der als harmlos eingestufte Störfall im AKW Fessenheim gravierend war, denn:

Der Reaktor ließ sich vorübergehend nicht mehr steuern. Recherchen von SZ und WDR belegen eine Abfolge von technischem Versagen und Chaos. → SZ

Soviel also zur Glaubwürdigkeit der Betreiber der französischen Atomkraftwerke und der Atomaufsicht. Wenn es um die Offenlegung von Störfällen geht, lügen die, dass sich die Balken biegen.

Wir haben uns damals über die Lügenmärchen und das totale Versagen der japanischen Behörden und des Betreibers von Fukushima gewundert. Bei uns ist es offensichtlich nicht anders. Auch bei uns wird vertuscht, Sicherheitsmängel heruntergespielt, und Störfälle verharmlost. Hin und wieder gibts dann einen Bericht über verrostete Kühlwasserrohre, brennende Schaltschränke, „automatische“ Notabschaltungen, die am Ende nicht automatisch erfolgten, sondern durch Einleitung von Bor herbeigeführt wurden.

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