US-Gesetzesentwurf: Lebenslange Haft für Auto-Hacker

Ein US-Gesetzesentwurf sieht lebenslange Haftstrafe für Auto-Hacker vor → heise:

Die Gesetzesentwürfe 0927(2016) und 0928(2016) im US-Bundesstaat Michigan drohen Strafen bis zu lebenslänglicher Haft an für „Personen, die sich absichtlich Zugang zum elektronischen System eines Kraftfahrzeugs verschaffen oder anderen Personen solchen Zugang ermöglichen, um dieses zu zerstören, beschädigen, verändern oder unter ihre Kontrolle zu bringen“.

So ein Gesetz ist natürlich viel besser, als die Systeme der Autos vor Angriffe zu schützen. Diese Vorgehensweise zeigt anschaulich die totale Verblödung und Unfähigkeit der US-Gesetzgeber, die offensichtlich nicht im mindesten an der Sicherheit der Autoinsassen interessiert sind, sondern vielmehr an größere Gewinne der Autoindustrie. So eine ständige Sicherheitskontrolle ist nämlich meistens mit teuren Nachbesserungen an der Software verknüpft. Und die will man sich wohl sparen.

Und was ist eigentlich mit den „Sicherheitsdiensten“, denen ja immer wieder mal ein Trojaner abhanden kommt (s. Stuxnet)? Werden die jetzt wegen möglicher Gefährdung der öffentlichen Sicherheit dicht gemacht? Wohl nicht!

Nebenbei: Wieder eine weitere Überwachungsmöglichkeit für „Sicherheitsdienste“! Denn Kontrollen, wer was wann einspielt, sind nicht vorgesehen und der Hersteller muss nichts offenlegen. Er kann also jeden eigenen Fehler auf einen Hackerangriff schieben. Besser gehts nicht!

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