Frauenhofer SIT: Volksverschlüsselung für Vollprofis

Volksverschlüsselung für Vollprofis → golem:

Mit der Volksverschlüsselung soll jeder verschlüsseln können – also zumindest jeder, der einen E-Perso, einen Telekom-Festnetz-Account oder einen Registrierungscode besitzt. Zum offiziellen Start des Projektes gibt es aber weder Quellcode noch ein Written Offer im Sinne der GPL.

Den Registrierungcode gibts natürlich auch nur gegen Vorlage des Perso. Garantiert volle Ende-zu-BND-zu-Ende-Verschlüsselung! Vollprofis merken davon eh nichts. LOL!!!

Mal wieder „Volksverschlüsselung“ mit Backdoor

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Neue BND-Kooperation mit USA gestoppt

Die Bundesregierung hat offenbar aus dem BND-Überwachungsskandal gelernt: Kanzleramt stoppt neue BND-Kooperation mit USA → Spiegel.

Seit der NSA-Affäre ist Berlin vorsichtig, wenn es um neue Projekte mit den Amerikanern geht. Laut SPIEGEL-Informationen lehnte das Kanzleramt kürzlich eine Kooperation mit den USA zur Beobachtung von Syrien-Kämpfern ab. (…) Das Kanzleramt lehnte jedoch eine Entsendung von BND-Agenten ab.

Nun ja, der BND handelt eigenständig und arbeitet eng mit den US-Geheimdiensten zusammen. Abgelehnt wurde nicht der Informationsaustausch, sondern eine Entsendung von BND-Agenten. Und was ist mit den vor Ort befindlichen BND-Agenten? Die werden natürlich mit den US-Geheimdiensten zusammenarbeiten, weil der BND im Ausland von US-Diensten abhängig ist und nicht umgekehrt.

GCHQ: Geheimdienstler nutzen Datenbanken privat

In Großbritannien ist die Terrorismusbekämpfung beim GCHQ jetzt schon so weit vorangeschritten, dass Geheimdienstler die Datenbanken für ihre privaten Zwecke nutzen:

Bei britischen Geheimdiensten haben Mitarbeiter die immensen Datenbanken immer wieder für private Recherchen genutzt. Außerdem wird schon länger massenüberwacht, als bislang gedacht. → heise

Dazu gibt es aus dem britischen Innenministerium eine nette Stellungnahme:

Gegenüber dem Guardian hat ein Sprecher des britischen Innenministeriums bereits Stellung bezogen und auf den Wert der Massenüberwachung bestanden. Die sei essenziell für die eigenen Sicherheitsbehörden sowie Geheimdienste und werde in der Zukunft noch an Bedeutung gewinnen. → heise

Um es mal in den Worten von Fefe zu formulieren: Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine. Das gilt im Besonderen für Geheimdienste, die riesige Datenberge ansammeln.

Mal wieder „Volksverschlüsselung“ mit Backdoor

Das Frauenhofer SIT mit der Telekom (inklusive BND) an Bord haben sich mal wieder der „Volksverschlüsselung“ angenommen. So soll die „Volksverschlüsselung“ ablaufen → heise:

Dabei können sich Privat-Anwender gegen Vorlage eines Personalausweises oder Reisepasses eine Karte mit einer zwölfstelligen Nummer abholen. Mit dieser Kennung soll sich der kryptografisches Schlüssel aus der Volksverschlüsselungs-Anwendung generieren lassen, wenn der Dienst angeboten wird. Der private Schlüssel soll dem Fraunhofer SIT zufolge zu jedem Zeitpunkt in den Händen des Nutzers bleiben.

LOL!!! „Volksverschlüsselung“ mit einer riesigen Hintertür! Die meisten meiner Mails sind verschlüsselt. Einen Pass habe ich dafür noch nie gebraucht. Tolle Nummer! Echt! Darauf, dass die Nummer mit der man den Key generieren kann, mit dem Pass verknüpft sein könnte, kommt bestimmt niemand.

BND hat XKeyscore völlig planlos genutzt

Der NSA-Ausschuss bringt mal wieder die typische BND-Arbeitsweise ans Licht → heise:

Der BND hat das NSA-Überwachungswerkzeug XKeyscore laut einer Zeugin vom Verfassungsschutz ohne IT-Sicherheitskonzept eingesetzt. Die eigenen Kollegen beim Inlandsgeheimdienst hätten die Tiefen des Systems nicht durchblickt.

Und nachdem sie schon Mal keine Ahnung im Umgang mit XKeyscore hatten, haben sie gleich mit Echtdaten herumexperimentiert. Wovor wollten die uns noch gleich schützen? Doch wohl nicht vor fiesen Terroristen.

Vorratsdatenspeicherung gegen Hacker und Cyberangriffe geplant

Aus dieser Verblödungsspirale kommen unsere „Experten“ wohl nicht mehr raus: Mehr Daten sammeln um Verbrechen zu bekämpfen oder um diese gar zu verhindern? Neuer Vorstoß zur Vorratsdatenspeicherung gegen Hacker und Cyberangriffe geplant → heise:

Das Bundesinnenministerium will im Kampf gegen Hacker nicht locker lassen und deshalb auch die umstrittene Vorratsdatenspeicherung von Nutzungsdaten im Web ausweiten. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass in der Zukunft mehr Daten gespeichert und ausgewertet werden dürfen, um Cyberangriffe frühzeitig zu erkennen

Ja klar, die melden ihre Angriffe ja ganz ordentlich vorher an. Und damit solche Pappnasen das auch noch auf die Reihe kriegen, rufen die vorher bestimmt noch bei Polizei, BKA und BND an. OMG! Diese totale Verblödung muss ja eigentlich schon heftige Schmerzen verursachen!

Statt Aufklärung und Schulung des Personals – die Schwachstelle sitzt immer noch hinterm Computer, schaffen wir neue Anreize für Cyberkriminelle. Statt aktueller Systeme werden veraltete Systeme, die nicht mehr mit Sicherheitspatches versorgt werden, eingesetzt. Und von einer aktuellen Sicherheitssoftware will ich erst gar nicht reden, die ist nämlich meistens veraltet oder auch mal eben deaktiviert. Es gibt sogar Unternehmen, die fahren noch ganz genüsslich Windows 2000! Ja, nee, da kann ja überhaupt nicht passieren. Das System ist todsicher!

Wir hatten hier ja schon öfter ganz extreme „Hackerangriffe“, bei denen dann massenhaft Daten ins Netz gerutscht sind. Bei näherer Betrachtung hat sich aber herausgestellt, dass diese äußerst üblen „Hackerangriffe“ nur durch Mithilfe des Personals (Zwangsklicker) möglich waren. Personalschulung??? Aber jetzt wird ja alles viel sicherer! Wir machen ja Vorratsdatenspeicherung!!!

Um es mal mit den Worten von Fefe zu formulieren: Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine!

Jetzt wird alles noch sicherer!

Bald gibt es die totale Sicherheit in Deutschland, denn unsere Vorratsdaten werden großzügig und ohne Beschränkung über Verfassungsschutz und BND direkt an die NSA zur 75-jährigen Speicherung zur Verfügung gestellt. Verbrechen sind dann praktisch unmöglich!!!

Dass mehrere Verfassungsbeschwerden gegen das Gesetz vorliegen, kümmert die CDU nicht.

Und wie wirkungsvoll und Hilfreich die VDS ist, konnten wir ja schon bei den sexuellen Übergriffen und dem Niederbrennen der Flüchtlingsheime sehen.

Ich bin mir übrigens ganz sicher, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis wir alle im Netz mal nachgucken können, wer denn nichts zu verbergen hatte.

OMG! Wer hat bloß diese Datenschutztrolle gewählt?

Die Union und der Datenschutz: Ein Jackpot für die Geheimdienste → Faz