Vorratsdatenspeicherung gegen Hacker und Cyberangriffe geplant

Aus dieser Verblödungsspirale kommen unsere „Experten“ wohl nicht mehr raus: Mehr Daten sammeln um Verbrechen zu bekämpfen oder um diese gar zu verhindern? Neuer Vorstoß zur Vorratsdatenspeicherung gegen Hacker und Cyberangriffe geplant → heise:

Das Bundesinnenministerium will im Kampf gegen Hacker nicht locker lassen und deshalb auch die umstrittene Vorratsdatenspeicherung von Nutzungsdaten im Web ausweiten. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass in der Zukunft mehr Daten gespeichert und ausgewertet werden dürfen, um Cyberangriffe frühzeitig zu erkennen

Ja klar, die melden ihre Angriffe ja ganz ordentlich vorher an. Und damit solche Pappnasen das auch noch auf die Reihe kriegen, rufen die vorher bestimmt noch bei Polizei, BKA und BND an. OMG! Diese totale Verblödung muss ja eigentlich schon heftige Schmerzen verursachen!

Statt Aufklärung und Schulung des Personals – die Schwachstelle sitzt immer noch hinterm Computer, schaffen wir neue Anreize für Cyberkriminelle. Statt aktueller Systeme werden veraltete Systeme, die nicht mehr mit Sicherheitspatches versorgt werden, eingesetzt. Und von einer aktuellen Sicherheitssoftware will ich erst gar nicht reden, die ist nämlich meistens veraltet oder auch mal eben deaktiviert. Es gibt sogar Unternehmen, die fahren noch ganz genüsslich Windows 2000! Ja, nee, da kann ja überhaupt nicht passieren. Das System ist todsicher!

Wir hatten hier ja schon öfter ganz extreme „Hackerangriffe“, bei denen dann massenhaft Daten ins Netz gerutscht sind. Bei näherer Betrachtung hat sich aber herausgestellt, dass diese äußerst üblen „Hackerangriffe“ nur durch Mithilfe des Personals (Zwangsklicker) möglich waren. Personalschulung??? Aber jetzt wird ja alles viel sicherer! Wir machen ja Vorratsdatenspeicherung!!!

Um es mal mit den Worten von Fefe zu formulieren: Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine!

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Indien verbietet Facebooks „freien“ Internetzugang

Indische Behörden haben Facebooks Projekt für den kostenlosen Zugang zu einigen Online-Diensten einen Riegel vorgeschoben → tagesschau. Na, geht doch! Die indische Regulierungsbehörde hat nämlich herausgefunden, dass das „Free Basics“-Angebot eben doch nicht so „Free“ ist, wie Facebook behauptet. Ach, und die „Regierung stand hinter Zuckerberg“. Na, das lief in Indien dann ja fast so ab, wie bei uns mit der Telekom.

So sieht Netzneutralität aus. Da können unsere „Regulierer“ ja noch viel lernen.

NSA-Chef wirbt für Verschlüsselung

Das ist mir gerade so ins Auge gesprungen: Crypto Wars: NSA-Chef wirbt für Verschlüsselung → heise. Die NSA war ja immer für Hintertüren oder wenigstens einen Zweit-Verschlüsselungs-Key, der irgendwo zu hinterlegen wäre, auf dem die Behörden dann Vollzugriff haben. Und nun diese äußerst „glaubwürdige“ Forderung nach einer sicheren Verschlüsselung vom NSA-Chef höchst persönlich?

Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass es völlig unerheblich ist, wie sicher eine Verschlüsselung ist oder auch nicht. Die NSA kann nach den jüngsten Erfahrungen mit Backdoors wohl kein Interesse mehr daran haben, Hintertüren in Hardware einbauen zu lassen. Dafür war der Schaden im eigenen Land schon zu groß. Es gibt zwar keine Beweise dafür, dennoch glaube ich, dass die NSA mit Hilfe von Microsoft an alle Daten kommt, die sie haben wollen. Dafür spricht für mich auch die überraschende „Datenschutz“-Strategie, die mit Win-10 verfolgt wird und in Wahrheit keine ist. Windows 10 gibts kostenlos, also wird der Marktanteil noch erheblich wachsen. Für die NSA wäre es daher das perfekte Spionagetool überhaupt.

Europol kriegt Zugriff auf Nutzerdaten von Facebook und Co

Wunderbar! Die Unterbelichteten haben nun endlich erreicht, wofür sie mit ihren Hasspostings schon so lange gekämpft haben:

Europol erhält dadurch die Befugnis „in einigen Fällen Informationen direkt mit privaten Einrichtungen wie Firmen und NGOs auszutauschen“, heißt es in einer Aussendung des EU-Parlaments. Dadurch soll die Behörde schneller vorgehen können. Europol kann beispielsweise direkt Facebook auffordern, eine Seite der Terrormiliz IS zu entfernen. Auch kann die Behörde von dem sozialen Netzwerk Informationen verlangen, ob der Betreiber einer solchen Seite noch weitere Profile betreibt.

Und direkt danach geht’s dann auch gleich in die Arbeitslosigkeit, denn keine Firma beschäftigt einen Rassisten! Habt ihr wirklich toll gemacht! Glückwunsch!!!

Telekom: Das Netz wurde nicht mit Steuergeldern finanziert

Telekom: Das Netz wurde nicht mit Steuergeldern finanziert
(Twitter-Screenshot vom PR-Sprecher der Telekom)

OMG! So viel Unwissenheit sollte die Telekom einfach fristlos feuern! Hier mal für den PR-Sprecher der Telekom zum Mitschreiben: Die Telekom war mal Bundespost und somit eine Bundesbehörde! Das Kabelnetz der Telekom wurde mit Steuergeldern finanziert und zwar komplett!!! Und wenn wir schon mal davon reden, wie weit ist denn die Telekom mit ihrem Glasfaserkabelnetz-Ausbau? Deutschland belegt noch immer fast den letzten Platz im Vergleich zu anderen Ländern! Die Telekom ist überhaupt der lahmste Verein im europäischen Vergleich! Bisher wurde fast jede neue Entwicklung verpennt – auch das Internet!!! Compuserve und AOL haben das Internet ursprünglich in die deutschen Haushalte gebracht, da hat die Telekom noch mit ihrem 40-Zeichen Btx herumgespielt.

Ja, Netzneutralität wird dank solcher unbelehrbaren Schnösel zum Mythos! Und genau das wird uns nicht nur viele Arbeitsplätze kosten, es werden auch kaum neue entstehen.

Netzneutralität massiv gefährdet

Tja, wer hätte denn gedacht, dass „Zero Rating“ die Netzneutralität massiv gefährdet? Niemand? Es hat ja auch absolut niemand davor gewarnt! Und jetzt reden wir schon von einem verzerrten Wettbewerb? War das nicht das Ziel von „Zero Rating“? Es ist halt immer doof, wenn man Vollpfosten mit Lobbyisten verhandeln lässt!!! Langfristig gesehen kostet uns das mal wieder nur Arbeitsplätze!

Telekom-Regulator sieht Netzneutralität „massiv gefährdet“ → derStandard

Auf EU-Ebene tüten sie gerade die Anti-Netzneutralität ein

Den folgenden Beitrag habe ich wegen des wichtigen Inhalts komplett bei Fefe geklaut:

Auf EU-Ebene tüten sie gerade die Anti-Netzneutralität ein. Die ganzen Änderungeanträge, die das zwar nicht gerettet hätten, aber die zumindest die übelsten scharfen Kanten ein bisschen geschmirgelt hätten, sind alle nicht drin.

Hier versuchen die üblichen Betonköpfe gerade, Fakten zu schaffen. Wenn wir jetzt nicht alle was tun, ist Ende Gelände.

Zur Illustration sei nochmal auf die Auswirkungen der Netzneutralitätsumschwenkungen in den USA verwiesen. So könnten wir das in Europa auch haben. Aber nicht, wenn ihr jetzt nicht alle was tut.

Was kann man denn überhaupt noch tun? Ist nicht schon alles zu spät? Ich bin doch bloß Klicktivist und kein Aktivist!? Nun, fürchtet euch nicht, denn es gibt Hoffnung: Auf savetheinternet.eu kann man sich per Klick internettelefonisch mit einem Abgeordneten verbinden lassen und denen mal erklären, wie wichtig es ist, dass sie jetzt keine Scheiße machen. Ihr könnt auch tweeten oder emailen, aber erfahrungsgemäß werden Tweets ignoriert und Emails automatisiert weggefiltert in solchen Fällen.

Einfacher kann man euch Klicktivismus nicht machen. Nutzt die Webseite (am besten tagsüber zu den regulären Geschäftszeiten), lasst euch verbinden, und erzählt den Abgeordneten, was sie machen sollen!

Nachdem unsere Abgeordneten bei Netzneutralität wie auch bei allen anderen Themen ja völlig lernresistent sind, war klar, dass von ihren „Beratern“ – Lobbyisten – über den Tisch gezogen werden. Wie Fefe schon schreibt: Es liegt jetzt an uns, da aktiv zu werden. Ja, nee, auf Facebook rumtrollen hilft da kein bisschen weiter! Und ja, eure Schmuddelvideos könnt ihr dann auch vergessen, wenn sie mit ihrer Anti-Netzneutralität-Abzocke durchkommen.

Die Netzneutralität hat sich dann mal erledigt

Die Netzneutralität hat sich dank der EU mal erledigt!

In zwei Wochen dürften bei den großen Telekom-Firmen die Sektkorken knallen: Der EU-Kompromiss zur Netzneutralität lässt viele Schlupflöcher für kostenpflichtige Dienste im Internet zu. Beschlossen wird er trotzdem.

Boah! Diese EU-Vollpfosten! Es liegt jetzt an uns, was wir daraus machen! Wir müssen ja schließlich nicht ihre Abzockdienste buchen. Ich fürchte aber, dass sich die Abzocker voll auf ihre Süchtigen verlassen können, denn die werden ihre Sucht um jeden Preis befriedigen.