Schnell noch Prepaid-Karten kaufen

Jetzt schnell noch Prepaid-SIM-Karten ohne Perso kaufen!

Die Bundesregierung will schon nächste Woche ein neues Anti-Terror-Gesetz beschließen. Eine von neun Maßnahmen ist eine Identifikationspflicht für Prepaid-SIM-Karten. Doch laut EU-Kommission gibt es „keine Beweise für die Wirksamkeit dieser Maßnahme“.

Es gibt weder für diese Maßnahme noch für alle bisher beschlossenen Anti-Terror-Gesetze Beweise für deren Wirksamkeit. Guckt nur mal nach Frankreich oder Brüssel: Die Attentäter waren bekannt und ein paar standen sogar unter Beobachtung!

Es geht also schon mal nicht um Terrorismusbekämpfung!!!

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Neue BND-Kooperation mit USA gestoppt

Die Bundesregierung hat offenbar aus dem BND-Überwachungsskandal gelernt: Kanzleramt stoppt neue BND-Kooperation mit USA → Spiegel.

Seit der NSA-Affäre ist Berlin vorsichtig, wenn es um neue Projekte mit den Amerikanern geht. Laut SPIEGEL-Informationen lehnte das Kanzleramt kürzlich eine Kooperation mit den USA zur Beobachtung von Syrien-Kämpfern ab. (…) Das Kanzleramt lehnte jedoch eine Entsendung von BND-Agenten ab.

Nun ja, der BND handelt eigenständig und arbeitet eng mit den US-Geheimdiensten zusammen. Abgelehnt wurde nicht der Informationsaustausch, sondern eine Entsendung von BND-Agenten. Und was ist mit den vor Ort befindlichen BND-Agenten? Die werden natürlich mit den US-Geheimdiensten zusammenarbeiten, weil der BND im Ausland von US-Diensten abhängig ist und nicht umgekehrt.

NSA: US-Geheimgericht lässt alle Überwachungsanträge zu

Auch 2015 hat das US-Geheimgericht keinen einzigen Überwachungsantrag abgelehnt → heise:

Das zuständige Geheimgericht winkte fast 1500 Anträge durch. Darüber hinaus wurden fast 50.000 National Security Letter ausgestellt.

Klar, die netten NSA-Mitarbeiter müssen ja die Welt vor Terror und Teufelszeug schützen. Deshalb brauchen sie vor allem Daten, viele Daten, denn nur mit vielen Daten kann die NSA jeden einzelnen von uns effektiv schützen. Ist doch klar, oder?

NSA verliert im Wust der Daten den Überblick → Silicon.de:

Die Sammlungen hätten noch keine Gewalttaten verhindert. Sie würden lediglich ausgewertet, wenn es schon zu spät sei.

Vielleicht kommt die NSA auch deshalb nicht zum Auswerten der Daten, weil ihre Mitarbeiter mit ganz anderen Dingen beschäftigt sind:

NSA Silent on Spies’ Child Porn Problem → The Daily Beast

Was glauben unsere Überwachungsfanatiker eigentlich, welche Leute sich wohl bei einer „Sicherheitsbehörde“ melden werden, die über Recht und Gesetz steht? Heilige?

GCHQ: Geheimdienstler nutzen Datenbanken privat

In Großbritannien ist die Terrorismusbekämpfung beim GCHQ jetzt schon so weit vorangeschritten, dass Geheimdienstler die Datenbanken für ihre privaten Zwecke nutzen:

Bei britischen Geheimdiensten haben Mitarbeiter die immensen Datenbanken immer wieder für private Recherchen genutzt. Außerdem wird schon länger massenüberwacht, als bislang gedacht. → heise

Dazu gibt es aus dem britischen Innenministerium eine nette Stellungnahme:

Gegenüber dem Guardian hat ein Sprecher des britischen Innenministeriums bereits Stellung bezogen und auf den Wert der Massenüberwachung bestanden. Die sei essenziell für die eigenen Sicherheitsbehörden sowie Geheimdienste und werde in der Zukunft noch an Bedeutung gewinnen. → heise

Um es mal in den Worten von Fefe zu formulieren: Wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine. Das gilt im Besonderen für Geheimdienste, die riesige Datenberge ansammeln.

NSA bestätigt: WhatsApp Verschlüsselung ist Müll

NSA bestätigt: Seit WhatsApp verschlüsselt, werden deutlich mehr Nacktbilder verschickt:

Seit gestern verschlüsselt endlich auch der Kommunikationsdienst WhatsApp die Nachrichten seiner Nutzer. Und die haben offenbar Vertrauen in die neue Technik, wie die NSA bestätigt: Den Daten des US-Geheimdienstes zufolge wagen es WhatsApp-Nutzer aus aller Welt nun vermehrt, private Nacktbilder zu versenden.

Der Link geht zwar zum Postillon, aber von Satire keine Spur.

Wired: Interview mit Tor-Leiterin Shari Steele

„Mit Unternehmen lässt sich reden, mit Staaten nicht“: Tor-Chefin Shari Steele im Interview → Wired

In dem Interview geht es um Apple, FBI, Datenschutz und Meinungsfreiheit. Und natürlich gehts auch um Drogen, Kinderporno und Terrorismusbullshit. Ihr müsst nämlich wissen, dass das Tor-Netzwerk eines der schnellsten Netzwerke überhaupt ist und man Videos über Tor immer in super HD gucken kann. IMMER! Garantiert 144p!

BND hat XKeyscore völlig planlos genutzt

Der NSA-Ausschuss bringt mal wieder die typische BND-Arbeitsweise ans Licht → heise:

Der BND hat das NSA-Überwachungswerkzeug XKeyscore laut einer Zeugin vom Verfassungsschutz ohne IT-Sicherheitskonzept eingesetzt. Die eigenen Kollegen beim Inlandsgeheimdienst hätten die Tiefen des Systems nicht durchblickt.

Und nachdem sie schon Mal keine Ahnung im Umgang mit XKeyscore hatten, haben sie gleich mit Echtdaten herumexperimentiert. Wovor wollten die uns noch gleich schützen? Doch wohl nicht vor fiesen Terroristen.

FBI vs. Apple: Ziel erreicht

Das FBI befindet sich in Sachen Apple muss iPhones entsperrenhatten wir hier schon, in der Zielgeraden. Es geht, wie ihr euch sicher denken könnt, nicht um ein, sondern um alle iPhones, auf dass das FBI auf Verlangen Zugriff haben will.

Apple hatte versucht, dies heimlich mit dem FBI zu regeln, doch das FBI ging an die Öffentlichkeit, um einerseits die IT-Konzerne an den Pranger zu stellen, und andererseits eine öffentliche Diskussion mit der Fragestellung anzustoßen: Ob IT-Konzerne wie Apple Terroristen schützen dürfen. Die Antwort könnt ihr euch ja denken. Deshalb hier nur die Links zu den Artikeln:

Es ist für Behörden ja so extrem einfach: Mache den Leuten Angst und sie werden zustimmen. Genau das passiert nämlich gerade:

51 Prozent der von US-Meinungsforschern Befragten ist der Ansicht, Apple sollte beim Zugriff auf das iPhone des getöteten Terroristen helfen – 38 Prozent sind dagegen. Unter den iPhone-Besitzern ist die Meinung gespalten. → heise

Mal davon abgesehen, das Meinungsumfragen nicht wirklich ernst zu nehmen sind, greifen sie dennoch in politische Entscheidungen ein. Und wenn es wie in diesem Fall um Überwachung geht, wird es später heißen: Die Mehrheit hat sich für die Sicherheit entschieden. Tatsächlich aber haben sie sich gegen den Datenschutz entschieden und damit gefährden sie ihre Sicherheit erst recht.