EU will Kosten von Cyber-Angriffen realistisch ermitteln

EU-Sicherheitsbehörde ENISA will Kosten von Cyber-Angriffen realistisch ermitteln → heise:

Angriffe auf kritische Informationsinfrastrukturen gelten als globale Bedrohungen für ganze Staaten und Industriezweige. Wie groß die tatsächlichen Schäden sind, ist jedoch schwierig zu bewerten. Das hat die EU nun mit einer Meta-Studie versucht.

OMG!!! Da sind mal wieder echte EU-Vollprofis am Werk! Ganz unten im Heise-Artikel gibt es dazu noch eine Schadensschätzung:

Einige EU-Länder verlieren demnach bis 1,6 Prozent ihres Bruttoinlandsozialprodukts durch solche Aktivitäten. Andere Studien erwähnen Zahlen wie 425.000 Euro bis 20 Millionen Euro (Deutschland) pro Unternehmen pro Jahr.

Eine Schätzung ohne Hintergrund. Der durch Cyber-Angriffe tatsächlich entstandene Schaden lässt sich weder beziffern noch in irgendeiner Form bewerten, weil viele Unternehmen und vor allem auch die Industrie, Gesundheitswesen, öffentliche Einrichtungen usw. solche Angriffe nicht gerade an die große Glocke hängen. Aus verständlichen Gründen. Selbst Behörden sind ja zeitweise zu doof, um die ihnen anvertrauten Daten zu schützen. Da wird schon mal eine ganze Datenbank fürs Netzpublikum geöffnet (Konfigurationsfehler) oder Dokumente mit sensiblen Daten unverschlüsselt um den halben Globus gejagt. Behörden und auch Geheimdienste wie BND und Verfassungsschmutz kriegen es ja bis heute nicht hin, ihre Daten verschlüsselt auszutauschen. Weiterlesen

De Maizière will mit Daten Terroristen jagen

Na endlich tut mal jemand was gegen die Terrorbedrohung → heise:

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat nach den Anschlägen in Bayern einen Anti-Terror-Katalog präsentiert mit mehr Videoüberwachung, biometrischer Fahndung und verstärkter Internetüberwachung.

Und wie immer bei solchen wirkungslosen Maßnahmen gegen den Terror kommt dann der Spruch von Thomas de Maizière:

Das Internet darf kein Schutzraum für Kriminelle sein.

Ach, war das Internet denn bisher ein „Schutzraum für Kriminelle“? Wie kann es denn dann Abmahnungen, Klagen, Verhaftungen, Besuche vom Verfassungsschutz und Domainschließungen geben, wenn das Internet ein „Schutzraum für Kriminelle“ ist?

Im Klartext: Weder der Innenminister noch die „Sicherheitsdienste“ wollen effektive Maßnahmen gegen den Terror ergreifen.

Irland: Drei Top-Banker wegen Bankenkrise verurteilt

In Irland müssen drei Top-Banker wegen Verwicklung in die Bankenkrise von 2008 in den Knast → derStandard:

Sie hätten auf unredliche, betrügerische und korrupte Art und Weise Anleger hintergangen, sagte Richter Martin Nolan am Freitag. Die Bevölkerung habe ein Recht darauf, großen Firmen vertrauen zu dürfen. „Wenn wir uns nicht auf die Rechtschaffenheit dieser Banken verlassen können, verlieren wir jegliche Hoffnung und Vertrauen in Institutionen.“

Warum passiert da eigentlich bei uns nichts? Weil wir a) keinen Rechtsstaat haben und b) kriminelle Banker mit Steuergeldern belohnt werden?

Nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht: Unser Rechtsstaat funktioniert prima, wenn es sich um Verfehlungen der Bürger handelt. Wenn es dabei aber um Banken, Staatsmacht, Datenschutz, Rüstungs- und der Unterhaltungsindustrie geht, fallen der Justiz gleich alle Zähne aus.

Zu der türkischen Kölndemo gegen Demokratie in der Türkei

Zu der türkischen Kölndemo gegen Demokratie und Meinungsfreiheit in der Türkei:

Zu der türkischen Kölndemo neulich
(Von Jürgen Becker, via Twitterperlen)

Warum gabs da eigentlich keinen Beifall für den mutigen Auftritt der Türken? Immerhin haben die für die Einschränkung der Freiheitsrechte ihrer türkischen Landsleute in der Türkei demonstriert. So was verrücktes ist doch bewundernswert und verdient Beifall!!!

Millionen Daten von Flugreisenden im Netz

Boah, unser Datenschutz wird ja immer besser! Aerticket hat mal eben die Daten von Millionen Flugreisenden jahrelang ungeschützt im Netz verfügbar gemacht.

Die Recherchen der Süddeutschen Zeitung hatten ergeben, dass es ohne technische Kenntnisse möglich war, Tickets, Reisepläne, Rechnungen, Name, Anschrift und teilweise auch Bankdaten einzusehen. Jeder konnte demnach die Informationen mit geringem Aufwand abfragen. → Golem

Und:

Ersten Prüfungen zufolge sei das Datenleck nicht von Kriminellen ausgenutzt worden. → Golem

LOL!!! Wenn diese Totalversager schon nach Jahren merken, dass sie wohl irgendwo ein Datenleck haben, können sie auch mit absoluter Sicherheit nicht sagen oder einschätzen, ob da jemals Kriminelle darauf zugegriffen haben. Es sein denn, die Kriminellen haben sich vorher ordentlich als Kriminelle angemeldet.

Wir sprechen hier wieder einmal von einer Sicherheitslücke, die diese Vollprofis nach Jahren der Untätigkeit jetzt schon geschlossen haben!

Das ist unser Datenschutzstandard in Deutschland!

Positiv ist dennoch, dass sie ihr Datenleck offen zugegeben und nicht wie andere, einen fiesen Hackerangriff vorgetäuscht haben.

Wir brauchen eine Vorratsverhaftung

Nach Lektüre der letzten Terror-Meldungen, können wir die Terroristen schon mal in zwei Gruppen einteilen:

a) Terroristen mit islamistischen oder religiösen Wahnvorstellungen sind polizeibekannt und stehen teilweise unter geheimdienstlicher Beobachtung.

b) polizeilich nicht bekannte Terroristen sind amoklaufende Nazis, die ihre Wahnvorstellungen von Gewaltvideos oder -Spielen übernommen haben.

Ok, die letzte Gruppe wird ja vom Verfassungsschutz geschützt. Die Polizei kann die Täter also gar nicht kennen. Im Übrigen sind wir ohnehin verloren, denn in Deutschland gibt es bestimmt eine Million Spieler, die auch mal ein Gewaltspiel spielen. Und wenn die alle mal mit ihrem Gamerkram auf die Straße laufen…!!!

Boah, die Verblödung kennt keine Grenzen! Was wollt ihr denn mit mehr Daten? Die „Sicherheitsdienste“ kommen jetzt schon nicht mehr klar mit ihren paar Datensätzen, die sie auch noch in die USA auslagern müssen. Mit den Daten wollten sie uns vor Terror und Teufelszeug schützen. Und nun? Was hat uns ihr versprochener Schutz gebracht? Wir haben TOTE zu beklagen! Und da fordern diese Vollprofis allen ernstes noch mehr Daten?!!!

Vor Jahren hat man bei Bedrohungslagen einfach mehr Polizisten eingesetzt. Heute bettelt man um mehr Daten und baut gleichzeitig Personal bei der Polizei ab. Ja, ja, private Sicherheitsdienste und große Personalaufstockung bei den Geheimdiensten, die für IHRE eigene Sicherheit sorgen.

Wie kommt es eigentlich, dass geheimdienstlich überwachte Personen Anschläge verüben können? Und warum sprechen wir hier nicht offen vom Totalversagen der Geheimdienste und der Politik mit ihrem Anti-Terror-Wahn?

Ich bin ab sofort für die Vorratsverhaftung von Totalversagern!

In München gab es eine Schießerei in einem Einkaufszentrum

In München gab es am Einkaufszentrum OEZ eine Schießerei. Dabei sollen mehrere Menschen getötet, man spricht derzeit von sechs getöteten Menschen, und weitere verletzt worden sein. Laut Polizei befinden sich drei Täter mit „Langwaffen“ auf der Flucht. Um kurz vor 20 Uhr meldete die Polizei, man wisse nicht, wo sich die Täter aufhalten.

In München kam das öffentliche Leben zum erliegen: Geschäfte, Restaurants und der Hauptbahnhof wurden geschlossen, der Nahverkehr eingestellt. Die Polizei hat den Ausnahmezustand für die Stadt ausgerufen.

Wer derzeit in München gestrandet ist, findet hier eine #offeneTür.

Links zum Beitrag:

Behörden verlieren ihre gesammelten Daten

Wie war das noch gleich mit dem Datenschutz? Ach, ja, die Daten werden gesammelt, um uns vor Terror, Teufelszeugs und intergalaktische Angriffe zu schützen und dann war da noch was mit „Datenschutz“… vertraulich und so, oder so ähnlich?

„World-Check“: Riesige Liste mit Terror-Verdächtigen geleakt → heise
Von den mehr als 2,2 Millionen hochgefährlichen Individuen auf der Liste sind wohl auch einige Unschuldige dabei. Uups! Und weil Behörden ja generell den Datenschutz sehr gut beherrschen, liegt die Liste nun im Netz!

Oh, das ist ja noch besser: Berliner Polizeidaten landen auf Neonazi-Webseite → SZ. Das ist genau der DATENSCHUTZ, den man von Behörden erwarten kann. Es kann sich sicher jeder gut vorstellen, dass Ermittlungsdaten in den Händen von Neonazis nicht gerade der ideale Ort für Personenbezogene Daten ist.